
Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom gilt zu Recht als eine besonders erfolgreich zu behandelnde Erkrankung. Trotzdem gibt es viele Erwachsene mit Unruhe, Konzentrationsstörungen und quälender Ablenkbarkeit, bei denen keine gründliche diagnostische Abklärung erfolgt ist.
Eine fehlende Therapie bedeutet für die Betroffenen, dass massive Schwierigkeiten in der Gestaltung des privaten und beruflichen Lebens bestehen bleiben, verbunden mit Schuldgefühlen, Ängsten und Süchten.
Mitunter führen die Kompensationsstrategien bei unbehandeltem AD(H)S zu Depressionen, zwischenmenschlichen Schwierigkeiten und Verzweiflung.
Wann ist eine stationäre Behandlung sinnvoll?
Eine stationäre Behandlung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Beschwerden zu deutlichen Beeinträchtigungen im beruflichen oder privaten Alltag führen und eine ambulante Behandlung allein nicht ausreicht. Dies gilt auch bei ausgeprägter Überforderung, wiederkehrenden Krisen oder wenn zusätzlich Ängste, Depressionen oder Suchtprobleme bestehen.
Eine stationäre Behandlung bietet die Möglichkeit, die Beschwerden und ihre Auswirkungen auf den Alltag umfassend zu betrachten, die Diagnose sorgfältig zu überprüfen und gemeinsam geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Bei entsprechender Indikation kann auch eine medikamentöse Behandlung begonnen oder angepasst werden.
In der Schlossklinik Pröbsting führen wir eine zielgerichtete Diagnostik durch und können im Laufe der stationären Behandlung die psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungserfolge beobachten. Vor allem bemerkt die Patientin/der Patient diese innerhalb kurzer Zeit selbst.
Wenn gewünscht wird, dass Angehörige, die meist den Erfolg der Therapie bestätigen können, an einzelnen therapeutischen Gesprächen teilnehmen, bieten wir dies gerne an.
Durch die richtige Einordnung und ein wachsendes Verständnis verbessert sich oft eindrucksvoll das Verhältnis zu Personen im sozialen Umfeld.
Bei weiteren Fragen informieren wir Sie gerne persönlich weiter.